CMD Behandlung

cmd

Was ist CMD

Kraniomandibuläre Dysfunkion ist ein Sammelbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion des Kauapparates.

Insbesondere handelt es sich dabei um Schmerzen der Kaumuskulatur („myofaszialer Schmerz“), Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk („Diskusverlagerung“) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks („Arthralgie, Arthritis und Arthrose“).

Einfacher ausgedrückt bedeutet Kraniomandibuläre Dysfunktion (kurz CM)D, dass die Zähne beim zusammen beißen nicht mehr aufeinander passen.

Unsere Zähne sind extrem hart und komplizert geformt, das punktgenaue und gleichzeitige Aufeinandertreffen des Ober- und Unterkiefers beim beißen ist eine Meisterleistung der Feinmotoriok und Koordination. Üblicherweise erfüllt unser Körper diese Anforderungen unzählige Male jeden Tag und wir verschwenden keinen Gedanken daran, es ist einfach die natürlichste Sache der Welt.

Sobald – aus welchen Gründen auch immer – die Zähne nicht mehr aufeinander „passen“, das beißen gestört ist und in der verschiedenartigste Beschwerden auftreten lautet die Diagnose in der Regel „CMD“.

Folgen von CMD

Die Muskelverspannung im Bereich der Kaumuskulatur rührt bei CMD daher, dass der Unterkiefer nicht in eine entspannte Position kommt, wenn nicht gebissen wird. Statt dessen wird er unbewußt so gehalten, dass bei der nächsten Notwendigkeit zum Biss (z.B. beim Schlucken) die gleichzeitigen Zahnkontakte einfach und sicher wieder aufgefunden werden können. Somit ist auch während der Zeit in der nicht gebissen wird keine Entspannung möglich und die Kaumuskeln bleiben verspannt.

Eine permanente Verspannung der Kaumuskulatur bewirkt daher auch eine ständige Kompression der Kiefergelenke, was im Laufe der Zeit zu Bewegungseinbußen, Gelenkknacken und Degeneration führen kann. Werden auf Röntgenaufanhmen dann Anomalien sichtbar, scheint dies als Ursache der Beschwerden zu sein, wobei es sich aber tatsächlich um die Folge einer chronischen Muskelverspannung aufgrund CMD handelt.

CMD kann aber auch oft auch Beschwerden verursachen an die man zuerst gar nicht denkt wie zum Beispiel:

  • Gesichtsasymetrien
  • Eingeschränkte Kieferöffnung
  • Knacken oder Reiben der Kiefergelenke beim Öffnen oder Schließen des Mundes
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Schluckbeschwerden
  • Ohrenschmerzen
  • Augen/Seheinschränkung
  • Ausstrahlende Schmerzen in – Zähnen – Mund – Gesicht – Kopf – Nacken – Schulter – Rücken – Hals-Wirbelsäulen-Schulterprobleme

CMD muss nicht immer zu Schmerzen führen. Sollten Sie aber ein oder mehrere Symptome mit unklarer Ursache aufweisen kann der Zahnarzt klären ob Sie unter CMD leiden.

Diagnose von CMD

Um die Diagnose CMD festzustellen wird eine Funktionsanalyse durchgeführt.

Wir wenden die Funktionsanalyse nach Dr. Schöttl an, die Ihre individuellen Gegebenheiten umfassend berücksichtigt.

Behandlung von CMD

Bei diagnostizierter CMD ist in der Regel vor der Einschleiftherapie oder Zahnersatz eine Schienentherapie sinnvoll bzw. erforderlich.

Weitere Untersuchungen und Behandlungen bei anderen Fachärzten können erforderlich sein. Wir kooperieren mit erfahrenen Kieferorthopäden, Orthopäden, Physiotherapeuten, Osteopathen, Posturologen.